Ein Frühjahrsputz setzt neue Energie frei

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen endlich und wir haben nun auch den kalendarischen Frühlingsanfang erreicht. Zeit, den Frühjahrsputz einzuleiten. Moooment, Stop – Du fragst dich, ob ich dir jetzt hier Putztipps gebe? Nein, keine Angst! Worum es mir beim Frühjahrsputz geht, ist nicht nur das Schwingen der Putztücher, sondern vor allem das Trennen von sinnlosem Ballast.

Eines Tages fällt dir auf,
dass du 99% nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast
und schmeisst ihn weg,
denn es reist sich besser
mit leichtem Gepäck.

Die Songzeilen von Silbermond treffen es auf den Punkt. Und ich finde, man muss noch nicht einmal verreisen — wenn man mal wieder ausgemistet hat, lebt es sich schon viel besser! Nutze die Energie des Frühlings und gehe mal all deine Papierstapel, vollgestopfte Schränke und Habseligkeiten durch und befreie dich von all dem, was du nicht mehr brauchst. Du wirst sehen, dass du dich viel freier fühlst, wenn du dich von sinnlosen Dingen befreist, die dir den Raum nehmen.

 
Falls du nicht so recht weißt, wo du mit deinem Frühjahrsputz starten sollst, hier ein paar Ideen
Im Büro
  • Gehe deine Aktenschränke und Ablagestapel durch und vernichte alles, was du nicht mehr benötigst. Das meiste kann heutzutage elektronisch gespeichert werden. Der Rest, was nicht unter die gesetzliche Aufbewahrungsfrist fällt, kann weg. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du die Unterlagen noch benötigst, lege sie in eine Kiste, beschrifte sie mit dem heutigen Datum und räume sie weg. Wenn du ein Jahr nicht in die Kiste geschaut hast, wirf sie ungeöffnet weg, denn dann wirst du auch den  Inhalt nicht mehr brauchen.
  • Schaue auch in deine Schreibtischschubladen. In vielen Büros tun sich hier die tiefsten Abgründe auf. Verstaue dort nur die Arbeitsmittel, die du täglich benutzt. Wirf alles weg, was du aufgehoben hast, weil du es „vielleicht irgendwann noch einmal nutzen könntest“ wie zum Beispiel defekte Klarsichthüllen, Bleistifte mit abgebrochenen Minen, eingetrocknete Klebestifte oder Konzeptpapier, welches seit Monaten dort vergessen wird.
 
Zu Hause
  • Fang bei deinem Kleiderschrank an. Ich habe neulich einen schönen Spruch gelesen: „In meinem Kleiderschrank befinden sich Klamotten in 4 verschiedenen Konfektionsgrößen für 7 unterschiedliche Frauentypen, aber ich habe nichts zum anziehen. Denke einmal darüber nach und trenne dich von den Klamotten, die du im letzten Jahr nicht angezogen hast. Ich versicherere dir aus eigener Erfahrung: Du wirst es auch in dieser Saison nicht tun!
  • Werfe auch einmal einen Blick in deine Handtasche. Wir Frauen könnten mit dem Inhalt theoretisch tagelang in der Wildnis überleben (zumindest sagt das mein Mann) — werf auch hier alles weg, was du sinnloserweise mit dir rumträgst. Mit einer aufgeräumten Handtasche reist es sich tatsächlich viel leichter.
  • Wie sieht es bei dir in den Küchenschränken aus? Welche Gerätschaften verstauben in den hinteren Reihen? Welche Dosen nutzt du längst nicht mehr, weil dir der passende Deckel fehlt. Raus damit!
  • Wenn du durch deine Wohnung oder dein Haus gefegt bist, trau dich auch einmal in deinen Keller. Hier lagern oft die wildesten Dinge seit Jahren. Nimm dir einen Tag vor, an dem du konsequent alles durchgehst, was sich im dunkelsten Teil des Hauses versteckt. Entsorge alles was du nicht mehr nutzt! Bringe es direkt zum Sperrmüll, auf den Flohmarkt oder in Hilfseinrichtungen. Hauptsache es vermodert nicht mehr in deinem Keller.
 
Bei Dir
  • Wenn du schon einmal dabei bist, Ballast abzuwerfen, schau dich doch dabei auch einmal selbst an: Welche Verhaltensweisen möchtest du denn loswerden? Vielleicht möchtest du dir endlich das Rauchen abgewöhnen? Oder du willst nicht mehr sinnlos abends auf dem Sofa versacken? Der Frühling eignet sich prima dazu, mit alten Gewohnheiten abzuschließen und den Mut zu fassen, etwas zu verändern.
  • Die Jahreszeit ist übrigens auch perfekt um einmal in dir aufzuräumen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, deinen Körper mit einer Fastenkur zu reinigen? Ich habe letzte Woche zum ersten Mal in meinem Leben eine Saftfastenkur durchgeführt! Das hat so gut getan und hat in meinem Körper eine Art „Reset-Taste“ gedrückt. Wirklich sehr empfehlenswert! (Wenn du mehr dazu wissen willst, schau dir doch mal die Happy Detox-Seite von Heike Bauer an!)

 

Und? Juckt es dich schon in den Fingern? Dann leg los und starte sofort!

Und wenn dir das alles jetzt zu viel auf einmal ist: Gehe jeden Tag nur einen Punkt durch und teile dir deine Ausmist-Aktion ein. Schritt für  Schritt wird es dann leerer in deinen Schränken und du hast wieder Raum für neue Ideen. Viel Erfolg!

PS: Du willst auch im Arbeitsalltag deine Gewohnheiten verbessern? Hast du schon meine Tipps gegen die schlimmsten Zeitfresser gelesen? Hol sie dir am besten gleich hier!