Den Fokus nicht verlieren und effizient zu arbeiten – das ist der Wunsch von vielen, doch nicht jedem gelingt es. In diesem Gastartikel gibt uns Meike Iwanek von Mathsparks hilfreiche Tipps. Meike ist selbständige Mathematiknachilfelehrerin, bietet Dyskalkulietraining an und hat vor kurzem Ihr erstes Mathebuch “Sicher durch den Pflichtteil” veröffentlicht.

Auch mein Tag hat eine begrenze Anzahl an Stunden und diese müssen effizient geplant werden

Ich gehe dabei in 7 Schritten vor.

Schritt 1: Starte mit einer Bestandsaufnahme

Als erstes rate ich dir zu einer Bestandsaufnahme. Frage Dich, welche Projekte, täglichen To-dos und auch private Termine und Aufgaben zu erledigen hast.

Bei mir sieht das so aus:

  • 25-30 Unterrichtseinheiten pro Woche
  • Vorbereitung der Stunden
  • Kundenmails, Gespräche, Rechnungen
  • Newsletter, der 14 tägig erscheint
  • Blogartikel, der 14tägig erscheint
  • Dann habe ich 2 Broadcasts per Whatsapp für Schüler und Matheinteressierte – hier sende ich 3 Beiträge pro Woche pro Broadcast (diese müssen auch vorbereitet werden)
  • 14 tägig geh ich schwimmen
  • wöchentlich Physiotherapie
  • dann hab ich wie jeder andere auch Arzttermine, Verabredungen und den Haushalt

Das alles muss untergebracht und terminiert werden. Und ein Projekt habe ich da noch nicht mal mit drin – das ist nur der Alltagskram.

Schritt 2: Markiere Dir freie Zeiten im Kalender und verteile Deine To-dos

Dein nächster Schritt ist, zu analysieren, wann Du Zeit hast und wieviel? Markiere Dir erstmal alle freien Blöcke in deinem Kalender.

Meine Nachmittage sind durch die Nachhilfe “belegt” und auch vormittags kommen ab und an Schüler.  So benötige ich einen ganz genauen Plan wann ich was erledige.
Meist beginne ich um 8 Uhr mit meiner Arbeit.

Schritt 3: Arbeite mit Thementagen

Montags mache ich alles was mit Rechnungen zu tun hat, Freitag ist Webseitentag – neue Termine veröffentlichen und den Newsletter, Dienstag, Mittwoch und Samstag schicke ich etwas in den Broadcast und Donnerstag veröffentliche ich den Blogartikel und mache einiges im Haushalt.

Schritt 4: Verteile Deine Dailys und Weeklys

Zudem habe ich eine Liste mit Aufgaben, die ich auf die ganze Woche verteilt habe – das sind meine Weeklys. Diese bearbeite ich an dem jeweiligen Tag. Dann habe ich noch Dailys direkt in meiner digitalen Erinnerungs App. In diese trage ich auch Weekly ein, aber nur als Todo, um dann auf meine Weekly Liste zu schauen. Ausserdem kommen da auch tagesgenaue einmalige Todos rein.

Wie z.b. heute Blogartikel für Dunja schreiben, aber auch Zahnarzttermin ausmachen etc.

Ich mische da privates und berufliches und arbeite es Schritt für Schritt ab, wenn ich die Weeklys erledigt habe.
Neu im Oktober versuche ich noch eine Monatsübersicht, in welche ich mir für jeden Tag etwas eingetragen habe. Bisher läuft das sehr gut.

Wenn ich mir ein neues Projekt vornehme z.B. aktuell mein Mathebuch, dann breche ich es mir in machbare Schritte herunter. Beim Buch habe ich die einzelnen Kapitel verwendet und dann immer abgehakt.

So sehe ich schnell Fortschritte und halte mich motiviert.

Schritt 5: Schalte auf Autopilot

Wenn ich meine Dailys und Weeklys bearbeite, schalte ich auf Autopilot und mach einfach – eins nach dem anderen ohne Ausnahme und nachdenken. Ich vermute, dass daher meine Effizienz kommt und ich viel in kürzester Zeit schaffe.

Schritt 6: Kläre Dein Warum um Deine Motiviation aufrecht zu erhalten

Um mich motiviert zu halten, kläre ich immer wieder mein Warum. Von den Schülern bekomme ich positives Feedback, Mathematik macht mir selber sehr viel Spass und ich möchte den Schülern den Weg zu Ihrem Abschluss leichter machen.

Das hilft mir täglich motiviert an die Arbeit zu gehen.

Schritt 7: Tue jeden Tag etwas für Dich

Ausserdem habe ich jeden Morgen eine Zeit für mich zum Innehalten, meditieren, lesen und schreiben. Das tut mir gut und ich weiss ich hab schon was für mich getan und jetzt kommen die Schüler an die Reihe. Bevor die Schüler eintrudeln habe ich auch ein fests Ritual – Mittagessen, dann am Handy daddeln zur Zeit Quizduell und einmal durch die Socialen Medien, dann ein paar Gymnastikübungen und die letzten 15 Minuten lese ich einen Roman. Das ganze geht ca. 1 Stunde und danach kann ich erfrischt und erholt mit den Schülern starten und mich auf sie einlassen.

 
Hier noch einmal die Kurzanleitung:
  1. Mache eine Bestandsaufnahme (Was muss ich alles in einer Woche erledigen?).
  2. Markiere freie Zeiten im Kalender.
  3. Arbeite mit Thementagen.
  4. Verteile alle Todos machbar auf die Woche (Dailys und Weeklys).
  5. Schalte um auf Autopilot.
  6. Kläre Dein Warum und erneuere es immer wieder.
  7. Tue jeden Tag etwas für Dich.
Über Meike Iwanek

Meike ist Mathemagierin, Informatikerin und Leseratte. Sie zeigt Ihren Schülern, dass Zahlen keine Feinde sind und überwindet mit ihnen ihre Rechenschwäche.

Im Februar 2011 hat sie die Mathematiknachhilfe zu Ihrer Berufung gemacht. Seit Anfang 2016 ist sie als diplomierte Dyskalkulietrainerin im Dienste dyskalkuler Menschen tätig und freut sich, auch Dir beziehungsweise deinen Kindern helfen zu dürfen.

Wenn Du Fragen melde Dich sehr gerne bei Meike – sie freut sich über Deine Nachricht.