Social Media – jeder kennt es, fast jeder hat es und die wenigsten lieben es. Eine Website allein bringt noch keine Kunden beziehungsweise Umsatz.

Die meisten verbinden mit Facebook & Co. eine Hassliebe: Einerseits muss man Präsenz zeigen, andererseits haben die wenigsten weder Zeit noch Lust, immer wieder guten Content zu erstellen. Da ist es umso wichtiger, die eigene Social Media Planung so effizient wie möglich zu gestalten. Im heutigen Gastbeitrag stellt Euch Meike Cornelius von Punktgenau Kreativ einige Tools vor, die für Effizienz, Organisation und ein gutes Zeitmanagement bei der Social Media Planung sorgen.

Diese Planungstools sorgen für regelmäßigen Content in Deinen Accounts

1.) Projektplanung mit asana.com

Hierbei handelt es sich um ein Organisations-Tool, mit dem Du sämtliche Aufgaben und Projekte organisieren kannst. Das Tolle daran: Du kannst mit Deinen Kunden oder Kollegen an Projekten gemeinsam arbeiten, indem bestimmte Aufgaben bestimmten Personen zugeordnet werden. Du hast die Möglichkeit, die Aufgaben in „Boards“ und „Tasks“ anzulegen und diese einem bestimmten Projekt zuzuordnen.

So erstellst Du Deinen Redaktionsplan für Social Media

Nehmen wir als Beispiel, Du willst Deinen Redaktionsplan für Social Media erstellen. Dann heißt Dein Projekt „Redaktionsplan“ und Du kannst die untergeordneten Boards dafür anlegen. Zum Beispiel für jede Plattform eines, damit Du den Überblick hast, was wann wo gepostet wird. Ist dies erfolgt, kannst Du auf dem jeweiligen Board sogenannte „Tasks“ anlegen, das sind einzelne Aufgaben/Projektschritte. In unserem Beispiel ist das die Monatsplanung Oktober. Diesen „Task“ kannst Du anschließend in Einzelschritte zerlegen (Subtasks), indem Du einzelne Aufgabe mit kurzer Beschreibung und zeitlicher Deadline aufführst. Zur „Themenrecherche Oktober“ passt zum Beispiel die Deadline 29.09. Ich gliedere mir die Tasks nach Wochen. Dann weiß ich immer, welches Thema auf welcher Plattform wann mit Inhalt befüllt werden muss. Dies hat sich in der Praxis sehr bewährt. Ist eine Aufgabe erledigt, klickst Du einfach auf den Haken „Done“ und Du erhälst keine Erinnerung mehr. Ansonsten erinnert Dich Asana täglich per Mail an Deine noch offenen Aufgaben. So ist sichergestellt, dass keine Aufgabe im Arbeitsalltag untergeht und fristgerecht erledigt wird. Viele von Euch kennen sicherlich Trello, wo auch Boards erstellt werden können. Asana funktioniert ähnlich und bietet selbst in der kostenlosen Variante ziemlich umfangreiche Funktionen.

2.) Instagram-Planung mit planoly.com

Planoly zählt zu meinen persönlichen Lieblings-Tools, wenn es um die Vorplanung von Instagram-Posts geht. Dieses Programm ermöglicht die komplette Organisation und Planung Deiner Inhalte auf Instagram. In der kostenlosen Variante kannst Du ca. 30 Bilder pro Monat hochladen, danach musst Du auf die Premium-Version aufrüsten. Diese kostet rund EUR 10,-/pro Monat je Account. In der kostenlosen Version ist die Vorplanung von Instagram-Stories nicht möglich, wohl aber in der bezahlten. Planoly ist offizieller Instagram-Partner. Damit sinkt die Gefahr, für zu häufig wiederkehrende Hashtags, zu viele Likes und Kommentare anderer Accounts abgestraft zu werden.

So planst Du Deine Posts für Instagram

Das Programm kannst Du auf Deinem Desktop-PC oder Laptop sowie als App fürs Smartphone nutzen. Die Funktionsweise ist immer die gleiche: Ein einfaches drag-and-drop-Menü ermöglicht das Hochladen der gewünschten Fotos. Danach geht es an die Beschriftung der Bilder. Hier kannst Du Deine Bildbeschreibung vornehmen und Hashtags setzen. Bei jedem verwendeten Hashtag wird Dir die Anzahl der dazugehörigen Bilder angezeigt. So wird die Wahl der richtigen Hashtags erleichtert. Abschließend versiehst Du jedes Bild mit dem gewünschten Datum und der gewünschten Uhrzeit zu der es gepostet werden soll und klickst auf speichern. Das erleichtert Dein Zeitmanagement und Du hast nicht täglich die wiederkehrende Frage „Was poste ich heute?“. Falls Du zu viele Fotos hochgeladen hast oder noch unsicher bist, wann Du sie posten sollst, kein Problem. Dann lässt Du sie einfach als Platzhalter stehen. Wichtig zu wissen ist, dass ein gelöschtes Foto die Anzahl der maximalen Uploads nicht automatisch reduziert. Falls Du zu denjenigen gehörst, die lieber mit Ordnern planen, erfüllt Planoly auch diese Funktion. Unter der Rubrik „Drafts“ kannst Du Dir themenspezifische Ordner anlegen und die gewünschten Fotos per drag-and-drop in den entsprechenden Ordner ziehen, beispielsweise alle Fotos für Oktober. Anschließend ziehst Du den Ordner in den entsprechenden Monat und legst los mit der Beschriftung. In der Rubrik „Plan“ hast Du eine Übersicht über bereits verplante und unverplante Fotos. Als Zusatzfunktion bietet Planoly Analysedaten. Hier bekommst Du sogar in der kostenfreien Version eine Analyse Deiner geposteten Inhalte. Sortiert nach Anzahl der Kommentare und Likes sowie einer Übersicht der Follower-Zahlen (Verlust und Gewinn). Ein wichtige Funktion, um die Effizienz Deiner Beiträge zu steigern.

3.) Planungstool Tailwind für Pinterest

Analog zu Instagram gibt es auch für Pinterest Planungstools für den Inhalt Deiner Boards. Die bekanntesten sind BoardBooster und Tailwind. Ich möchte Euch heute Tailwind vorstellen. Du musst Dir ein kostenloses Konto mit Deiner Mailadresse erstellen oder loggst Dich direkt mit Deinem Pinterest-Konto ein. Links siehst Du im Überblick ein Megafon. Dies ist die Abteilung zur Planung von Pins.  Hier kannst Du in der Rubrik „Drafts“ vorgeschlagene Pins zu einem Suchbegriff verplanen, eigene Fotos unter Upload hochladen oder Fotos von Deinem Instagram-Account integrieren. Dazu muss jedoch vorher eine Synchronisierung stattfinden. Per drag-and-drop ziehst Du die gewünschten Fotos in den vorgegeben Wochenplan rechts. Wichtig zu wissen ist, dass Tailwind Dir sogenannte „Timeslots“ empfiehlt, in denen die Aktivität der Nutzer hoch ist, und Dein Pin somit optimale Reichweite erzielen kann. Das siehst Du an den angegebenen Uhrzeiten. Da Pinterest immer noch mehr im englischsprachigen Raum populär ist, sind dies teilweise Nachtzeiten für uns in Deutschland.

In der kostenlosen Variante kannst Du bis zu 100 Fotos im Monat hochladen. Das klingt auf den ersten Eindruck viel, ist für Pinterest aber ziemlich wenig. Ausgehend von der Empfehlung mindestens 20 Pins am Tag zu pinnen, um eine optimale Reichweite zu erzielen. Du musst nicht jeden Slot füllen und kannst die Reihenfolge der Pins beliebig mit der Maus verschieben. Bevor Du Dich für einen Slot entscheidest, musst Du das dazugehörige Board, auf dem das gewünschte Foto gepostet werden soll festlegen. Jedes Foto kann auf mehreren Boards gepostet werden.

Nutze auch die Crome-Extension für Tailwind

Eine nützliche Zusatzfunktion für besseres Zeitmanagement bei der Planung ist die Chrome-Extension für Tailwind. Sofern Du den Browser Google Chrome verwendest und die kostenlose Extension installiert hast, kannst Du jedes Bild, was Du im Netz siehst und welches über das rote Symbol „pinit“  verfügt, sammeln für deine Planung auf Tailwind. Deine gesammelten Werke kannst Du dann zum Beispiel für die Monatsplanung des nächsten Monats verwenden. Somit musst Du nicht erst dann mit dem Sammeln beginnen. Tailwind bietet auch in der kostenfreien Variante eine Analysefunktion. Dort bekommt Ihr wöchentliche Einblicke in Follower-Zahlen, Repins & Co. Jedoch nur sehr grob. Das detaillierte Zahlenmaterial gibt es erst in der bezahlten Variante für rund EUR 10,-/monatlich. Wichtig zu wissen ist auch, dass Tailwind nur auf Apple-Geräten, also iOS-kompatibel ist. Eine Android-Variante gibt es aktuell noch nicht.

Automatisierungs-Tools sorgen für ein effizientes Zeitmanagement

4.) Automatisierungs-Tool IFTTT

Dieses Tool ist DAS TOOL schlechthin für besseres Zeitmanagement, Effizienz und Organisation von Social Media. Warum? Dazu muss man vorab den Namen verstehen. IFTTT steht für „If this then that“. Heißt das Programm verknüpft einen Auslöser mit einer Aktion. Wenn dies passiert, dann folgt das. Und was genau die Aktion ist, kann man im Vorfeld definieren. Dazu gibt es eine Unmenge an sogenannten Applets, die man miteinander verknüpfen kann.

Hier ein Beispiel wie Du das Tool einsetzen kannst

Sobald Du Deinen Blogpost auf Deiner Facebook-Fanpage teilst, wird er automatisch auf Pinterest gepostet. Oder jedes Instagram-Bild landet automatisch auf einem festgelegten Board Deines Pinterest-Accounts. Sprich Du hast nur einmal die Arbeit, die Verteilung erfolgt dann automatisiert. Das Ganze gilt nicht nur für die Verknüpfung von Social Media Konten, sondern lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen, z.B. Arbeits- und Büroorganisation (z.B. Speichern von Mails und Fotos und vieles mehr). Aber auch im privaten Bereich gibt es viele interessante Verknüpfungen: Zum Beispiel kannst Du alle angesehenen Videos auf YouTube als Spotify-Playlist erstellen lassen und unendlich weitere Spielereien.  Unter dem Menüpunkt „Suche“ findest Du die jeweiligen Kategorien der vorhandenen Applets. Probier es einfach mal aus, es macht Spaß, auf IFTTT zu stöbern.

5.) Planungstool Buffer/Hootsuite

Die letzten beiden Tools, die ich Euch für mehr Effizienz Eurer Social Media Planung empfehlen möchte sind Buffer bzw. Hootsuite. Beides sind Dienste, über die man Posts auf unterschiedlichen Plattformen zeitlich planen kann. Je nach Dienst, wird standardmäßig eine andere Auswahl aus den bekanntesten Plattformen wie Twitter, Facebook, Instagram, LinkedIn etc. angeboten.

Dazu muss man einmalig seinen jeweiligen Account mit Buffer bzw. Hootsuite verbinden. Dann kann man Bilder und  Links einfügen, die gewünschte Veröffentlichung (Datum und Zeit) eingeben und schon ergibt sich eine ganze Reihe an vorgeplanten Posts, die zur vorgegeben Zeit veröffentlich werden. Gerade wenn man feste Tage für einige Themen hat, z.B. Zitate am Sonntag, kann man das Ganze auf wiederkehrend einstellen.

Die Auswahl ist auf jeweils drei soziale Netzwerke begrenzt. Möchtest Du mehr Plattformen bedienen, musst Du bezahlen. Der Dienst Buffer bietet zudem ein integriertes Grafikprogramm, Pablo, an. Damit lassen sich direkt aus dem Programm heraus einfache Grafiken für Social Media erstellen (Bilder und verschiedene Schrifttypen), die Formate für jedes Netzwerk sind vorgegeben. Bei beiden Diensten gibt es nur eine Analysefunktion, sofern man bezahlt. Diese Tools erleichtern die Organisation und Effizienz der Social Media Planung enorm, da man nur einmal vorplanen muss, um sich dann für eine gewisse Zeit nicht mehr um die Distribution der Social Media Posts kümmern muss.

Vorsicht bei Posts auf Facebook

Wichtig zu wissen ist, dass Posts, die darüber auf Facebook veröffentlicht werden, eine geringere Reichweite erzielen. Facebook bevorzugt Content, der unmittelbar auf der Plattform erstellt und verteilt wird und „straft“ somit diese Dienste dafür ab. Alternativ bleibt einem, die Facebook-Posts direkt auf seiner Fanpage vorzuplanen. Einfach einen Beitrag erstellen und statt auf „veröffentlichen“ auf „planen“ klicken. Dann kann der gewünschte Veröffentlichungstermin eingestellt werden. Damit ist gewährleistet, dass die Reichweite zumindest größer ist als durch externe Dienste. Wobei Facebook in den letzten Monaten die Reichweite von Facebook-Seiten massiv eingeschränkt hat, wodurch der Trend zu Gruppen geht. Aber dies ist ein anderes Thema.

Für jeden Anlass das passende Tool

Ihr seht, es gibt eine Menge an Hilfsmitteln, die Social Media Planung und Distrubution effizienter und weniger zeitintensiv zu gestalten. Mit dieser Aufstellung habt Ihr die Allrounder an die Hand bekommen, mit dem Ihr ein gutes Grundgerüst habt. So habt Ihr mehr Zeit, um Euch auf Euer Kerngeschäft zu konzentrieren, ohne auf Social Media Einbußen zu haben.

Über Meike Cornelius

Meike Cornelius ist der Kreativkopf bei Punktgenau Kreativ.

Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet sie in ihrer Wahlheimat Hamburg. In dieser Zeit hat sie komplexes Marketingwissen in der Konzeption und dem Projekt-Management in diversen Medien-Unternehmen gesammelt: Werbeagenturen, Verlage und Industrie. 

Als ausgebildete Fachkauffrau Marketing und Online Marketing Managerin verhilft Sie Unternehmen zu einem professionellem Auftritt.