Kennst du das? Dir schwirren viele Ideen und Wünsche im Kopf herum, was du gerne tun würdest, welche Ziele du gerne erreichen willst, aber irgendwie klappt es mit der Umsetzung nicht, oder zumindest nicht immer? Anna Stempel-Romano vom Team Kaleidoskop Coaching zeigt Dir heute, was Du tun kannst, um Deine Ziele wirklich zu erreichen.

Die gute Nachricht ist: du bist nicht allein – im Gegenteil! Das geht ganz vielen Menschen so!

Und noch besser: Du kannst etwas daran ändern! Wie? Der erste Schritt ist, hier weiter zu lesen. Der Zweite, die Ideen, die ich Dir heute mitgeben will, umzusetzen!

Warum Du Deine Wünsche nicht in die Tat umsetzt

Vom Wunsch zum Tun ist es manchmal ein weiter Weg.  In diesem Artikel folge ich dabei der Systematik des Rubikon-Prozesses, wie er von Maja Storch und Frank Krause vertreten wird. In diesem Video erkläre ich, was hinter diesem Prozess steckt.

Folgt man diesem Modell, gibt es mehrere Hürden, die genommen werden müssen, um einen Wunsch in die Tat umzusetzen:

  • Unbewusste Bedürfnisse stehen der Erfüllung des Wunsches entgegen
  • Bewusste Motive stehen miteinander im Konflikt
  • Die Formulierung des Zieles motiviert nicht zur Handlung
  • Automatische Reaktionen stehen der Umsetzung im Weg

Diese Hürden will ich mir heute mit dir gemeinsam betrachten und Dir Ideen an die Hand geben, wie Du sie überwinden kannst.

Unbewusste Bedürfnisse stehen der Erfüllung des Wunsches entgegen

Zunächst einmal haben wir unbewusste Bedürfnisse, die befriedigt sein wollen – und wenn unser Verstand einen Wunsch hat, der diesen Bedürfnissen widerspricht, dann kann es mit der Umsetzung schon schwierig werden.  Du kannst Dir das so vorstellen, als wäre Dein Unbewusstes ein Elefant und dein Verstand der Reiter. Nur wenn es dem Reiter gelingt, den Elefanten zur Mitarbeit zu bewegen, kannst Du erfolgreich Deine Ziele erreichen.

Nun ist es leider so, dass es nicht ganz so einfach ist, Zugang zu Deinem Unbewussten zu erlangen – denn wie der Name schon sagt: Es  ist Dir nicht bewusst!  Eine Möglichkeit, wie das gehen kann, ist die Arbeit mit Bildern. Warum das so ist und wie es funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Wenn Du also sichergestellt hast, dass Du Deinen Elefanten im Boot hast, dann kommst Du Deinem Ziel einen großen Schritt näher! Denn jetzt sind Dir deine Beweggründe bewusst, Du kennst also dein „bewusstes Motiv“ oder Deine Motive, die der Auslöser für Dein Wünschen und letztlich für Dein Tun sind. Schwierig wird es in dieser Situation dann, wenn sich verschiedene Motive widersprechen.

Bewusste Motive stehen miteinander im Konflikt

Die zweite Hürde, die es zu nehmen gilt, sind die sogenannten Motivkonflikte. Diese kommen zum Tragen, wenn sich zwei Wünsche widersprechen. Manchmal  bemerken wir solche Konflikte, manchmal aber auch nicht. In beiden Fällen wird es mit der Zielerreichung schwierig!

Im Gegensatz zur ersten Hürde, bei der es darum geht, dass Unbewusstes und Verstand verschiedene Dinge wollen, sind Dir bei Motivkonflikten grundsätzlich beide Motive bewusst. Trotzdem kann es sein, dass Du einen Konflikt zunächst nicht als solchen bemerkst, sondern dass Du schon genauer hinschauen musst, um ihn zu erkennen. Du kannst Dir diese Situation in etwa so vorstellen, als würden zwei Menschen im gleichen Boot sitzen, aber in verschiedene Richtungen rudern! Letztlich müssen sie sich für eine Richtung entscheiden, sonst kommen sie nicht vom Fleck!

Ich will Dir das an einem kleinen Beispiel verdeutlichen: Ein Mensch der raucht, verbindet damit vielleicht das Motiv, sich in stressigen Situationen kurz rauszuziehen und sich eine kleine Pause zu gönnen. Gleichzeitig hat dieser Mensch vielleicht gesundheitliche Motive, das Rauchen sein zu lassen, oder zumindest zu reduzieren. Diese beiden Motive, Stressreduktion durch das Rauchen auf der einen und die Gesundheit auf der anderen Seite, stehen miteinander im Konflikt. Das Problem: sowohl das Entspannen beim Rauchen als auch das Aufhören ist durch das jeweils entgegenstehende Motiv erschwert. Damit eines von beidem gelingen kann, hilft es, den Motivkonflikt aufzulösen.

Wie kann man so einen Motivkonflikt jetzt auflösen?

Es gibt verschiedene Wege, einen solchen Motivkonflikt aufzulösen. Zwei möchte ich Dir hier vorstellen.

Eine Möglichkeit ist es, einem oder beiden Motiven anders zu begegnen. Im oben beschriebenen Beispiel könnte das sein, sich entweder Alternativen für den Stressabbau zu suchen, oder an anderer Stelle etwas für seine Gesundheit zu machen. In beiden Fällen wird eines der Motive umgedeutet oder das dahinter liegende Bedürfnis wird an anderer Stelle befriedigt.

Eine andere Variante ist es, ein übergeordnetes Motiv zu erarbeiten, wodurch die beiden ursprünglichen Motive entweder unwichtig oder beide befriedigt werden.

Damit dieser Weg funktioniert kann, ist das Wichtigste eine klare neue Zielformulierung zu finden.

Die Formulierung des Ziels motiviert nicht zur Handlung

Wenn Du also einen Motivkonflikt durch ein übergeordnetes Ziel auflösen willst, aber auch wenn Du einfach ein oder mehrere Motive hast und ein starkes Ziel brauchst, damit Du den nächsten Schritt auf dem Weg vom Wunsch zum Tun gehen kannst, dann brauchst Du eine klare Zielformulierung.

Damit ein Ziel möglichst handlungswirksam ist – uns also im Idealfall zum Handeln animiert – sollte es drei Kriterien entsprechen:

  1. Es sollte als Annährungsziel formuliert sein – also nicht das, was Du nicht mehr (tun) willst, sondern das, was Du erreichen möchtest, muss in der Zielformulierung vorkommen. Nicht: „Ich rauche nicht mehr!“ sondern: z.B. „bei Stress nutze ich meine 5 Minutenpause für eine Runde um den Block“.
  2. Es sollte rein positive Gefühle auslösen – wenn Du zu einem Ziel gemischte oder sogar negative Emotionen hast, dann wird die Erreichung des Ziels deutlich erschwert!
  3. Es sollte zu 100% unter Deiner eigenen Kontrolle sein.

Erst wenn ein Ziel diesen drei Kriterien entspricht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du es auch in die Tat umsetzt. Hier kannst Du mehr zur Formulierung von Zielen lesen.

Automatische Reaktionen stehen der Umsetzung im Weg

Unser Gehirn  bevorzugt immer den einfachsten Weg – und das ist in der Regel der, den wir schon hundertmal gegangen sind. Wenn Du dir also ein Ziel gesteckt hast, dann kann es gut sein, dass die Gewohnheiten und Automatismen versuchen, Dir einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Es gilt nun also, Dein Ziel so zu stärken, dass es gegen diese Automatismen bestehen kann. Dazu gibt es unterschiedliche Techniken. Du kannst zum Beispiel durch Erinnerungshilfen oder durch Menschen, die Dich auf deinem Weg unterstützen, Deinem Ziel näher kommen.

Zum Thema Erinnerungshilfen und wie sie Dich beim Erreichen deiner Ziele unterstützen können, findest Du hier ein kleines Video von mir.

Über Anna Stempel-Romano

Annas Leidenschaft ist es, Menschen, Teams und Organisationen auf ihrem Weg zu nachhaltigem Erfolg und durch Veränderungsprozesse hindurch zu begleiten. Dabei ist sie fasziniert von den manchmal verborgenen Möglichkeiten und Potenzialen, die in jedem Menschen und in jeder Organisation stecken. Um diese zu entdecken und mit Ihnen gemeinsam weiter zu entwickeln, geht sie gerne auch ungewöhnliche und neue Wege. Im Fokus steht dabei immer Dein Ziel.

Als „Gelassenheit ins Business Bringerin“ geht Anna davon aus, dass Du selbst Deine wichtigste Ressource für Deinen nachhaltigen Erfolg bist. Und sie weiß, dass es sich lohnt, mit dieser Ressource achtsam und bewusst umzugehen, damit Du lange etwas von Dir selbst hast! Wenn Du sich mehr Gelassenheit im Arbeitsalltag wünschst oder gerne entspannter mit stressigen Situationen umgehen möchtest, dann begleitet sie Dich gerne!

Dunja Schenk hat 4,88 von 5 Sternen | 18 Bewertungen auf ProvenExpert.com