Heute ist es soweit, der nächste Blogartikel ist endlich geschrieben! Ganze zwei Wochen später als geplant. Denn eigentlich hatte ich einen anderen Plan. Doch in letzter Zeit funktionieren meine Pläne nur noch recht selten.

Kommt dir das bekannt vor? Du nimmst dir etwas vor, aber es kommen gefühlt eine Million Dinge dazwischen, die wichtiger und dringender sind? Bei mir ist es mein jüngster Sohn. Er macht gerade seinen ersten größeren Wachstumsschub durch — mit dem Ergebnis, dass er quasi 95% des Tages auf meinem Arm sein möchte. Doch auch ohne Kind gibt es diese Zeiten, bei dem einfach alles auf dem Tisch landet, was da gar nicht hin sollte, aber den kompletten Tages-, Wochen- oder sogar Monatsplan durcheinanderbringt.

Gelassenheit soll helfen

Was tut man in solch einer Situation? Ganz einfach: Gelassen bleiben. Diese Antwort habe ich diese Woche erhalten, als ich meine Business Kolleginnen gefragt habe, was sie in dieser Situation tun. Doch „ganz einfach“ ist das nicht — zumindest nicht für mich. Denn ich bin der Typ „Hummeln-im-Hintern“ oder auch „Nicht-Stillsitzen-Können“. Geduld? Für mich zwar mit 2 Kindern kein Fremdwort mehr, doch immer noch nicht in meinem täglichen Wortschatz vorhanden. Ich habe mir lange überlegt, was mir helfen könnte und bin auf einige Punkte gekommen, die ich sofort umsetzen konnte.

Wenn du auch zu dem Typ Mensch gehörst, die sich ungern ausbremsen lassen und dennoch ausgebremst werden, hier meine Tipps:

Tipp Nr. 1: Übe Dich in Gelassenheit

Ha, da ist sie wieder, die Gelassenheit — und wie soll ich das tun, wenn ich nicht einmal still sitzen kann, ohne etwas zu tun?. Frage dich, was im schlimmsten Fall passiert, wenn du deine To-do-Liste heute nicht abarbeitest? Ich habe mir die Frage gestellt und die Antwort war erstaunlich: Nichts! Gibt es also noch einen Grund, unruhig zu sein? Nein. Wenn du nun denkst: „Moment, ich habe aber Kunden, die auf etwas von mir warten“ — frage dich, was passiert, wenn du sie einen Tag vertröstest? Na?

Tipp Nr. 2: Sprich darüber

Manchmal hilft es, zu erkennen, dass man mit seinem Problem nicht alleine ist. Ich habe erst heute eine selbständige Mutter getroffen, der es im Moment genau so geht wie mir. Ihre Kinder sind krank und ihre Arbeit um 2 Wochen zurückgeworfen. Natürlich löst es dein Problem nicht, aber ich finde, es beruhigt doch schon ein wenig, wenn man weiß, dass andere Menschen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Tipp Nr. 3: Ganz wichtig: Hole dir Hilfe bzw. lasse dir helfen

Frage eine Kollegin, ob sie dir eine Aufgabe abnehmen kann. Delegiere die Hausarbeit an deinen Mann (auch wenn mein Mann will, dass ich diesen Tipp streiche) oder organisiere eine Putzfrau. Alles, was du nicht persönlich machen musst, kann theoretisch auch jede(r) andere machen. Und ich bin mir sicher, dass es jemanden in deiner Nähe gibt, der dich in einer stressigen Situation unterstützt.

Tipp Nr. 4: Gehe noch einmal über deine To-do-Liste

Welche Aufgaben kannst du getrost noch ein paar Tage nach hinten schieben? Welche To-dos haben vielleicht so eine niedrige Priorität, dass du sie vielleicht ganz streichen kannst? Setze Prioritäten, und streiche die Dinge, die im Moment nicht so wichtig sind.

Ergänzend dazu solltest du noch einmal meinen Artikel zum Thema Perfektionismus durchlesen. Diesen findest du hier. Denn gerade in turbulenten Zeiten, wenn dein Plan durcheinander gerät, solltest du darauf achten, dass dein Perfektionismus dich nicht noch zusätzlich stresst.

 

Ich werde jetzt einmal meine Füße hochlegen (der Tag mit meinem Kleinen war anstrengend genug) und Kraft für morgen sammeln. Mein Mann hat dafür heute Abend gekocht, die restliche Hausarbeit bleibt mal liegen und einen Kunden habe ich soeben vertröstet auf Ende der Woche. Ommmmmm.

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